Dienstag 1.12:
Aus Bildungsgipfel
Achtung!
Dieses Programm ist auf dem Stand von Freitag, 27. November. Eventuell sind noch Veranstaltungen dazugekommen. Wenn ihr noch Veranstaltungen eintragen wollt, stellt sie auf jeden Fall (auch) auf die Hauptseite!
10.00-12.00 Uhr "Unitopia"- Wie stellen wir uns Uni vor?
Raum: HS 1a (Silberlaube)
Nur selten werden wir gefragt, wie wir eigentlich gern studieren würden.
Fordern wir mal etwas, dann ist das aufgrund der bestehenden Sachzwänge
angeblich utopisch. In diesem Workshop soll endlich einmal Platz sein für
eure Vorstellungen und Träume von einer guten Uni und einem erfüllten
Studium. Nur was wir denken können, können wir vielleicht auch eines Tages
umsetzen - Darum lasst uns unitopisch sein!
veranstaltet von: FSI OSI
10.00-12.00 Uhr Auf nach Kopenhagen!
Raum: Vorraum HS 1a (Sofaecke, Silberlaube)
Vom 7. - 18. Dezember findet in Kopenhagen der 15. UN Klimagipfel statt.
Dort müssen die Industrieländer verpflichtende Reduktionen zusagen und
Reparationszahlungen an Entwicklungs- und Schwellenländer akzeptieren.
Das werden sie nicht tun, wenn wir nicht unseren Protest unüberhörbar
auf die Straßen von Kopenhagen und in ihre Konferenz tragen.
Wir geben euch einerseits eine kritische, aktuelle Sicht auf den
Verhandlungsprozess und haben außerdem die neuesten Infos zu Aktionen
gegen den Gipfel, Schlafmöglichkeiten in Kopenhagen, Hin- und Wegkommen
und Legal Stuff. Climate Justice Now! Den Klimagipfel stürmen!
veranstaltet von: Laura Weis und Simon Straub(Gegenstrom Berlin)
12.00-14.00 Uhr Aktionstraining Ziviler Ungehorsam
Treffpunkt vorm besetzten Hörsaal 1a (Silberlaube)
Im Bildungsstreik und anderen sozialen Protesten finden häufig Besetzungen,
Blockaden und andere Aktionen des zivilen Ungehorsams statt. Ein Aktionstraining
bietet Raum für Erfahrungsaustausch, grundlegende Informationen und praktische
Übungen zum Thema ziviler Ungehorsam. Es geht u.a. um Bezugsgruppen und
kollektive Entscheidungsfindung, Sitz – und Stehblockaden, Verhalten bei
Räumungen und das Durchfliessen von Polizeiketten, sowie rechtliche
Informationen.
veranstaltet von: Martin Schmalzbauer (Bildungsprotest-Liste)
12:00-14.00 Uhr Camp und Mesopotamisches Sozialforum in Amed/Diyarbakir
Raum: HS 1a (Silberlaube)
Um eine wieder wachsende Solidarität in Deutschland und Europa mit dem
kurdischen Widerstand gegen die türkische Repressionspolitik in Nordkurdistan
zu fördern und den Austausch mit der kurdischen Bewegung zu stärken, wurden im
letzten September das Amed Camp und parallel dazu das Mesopotamische
Sozialforum in Amed/Diyarbakir durchgeführt. Insbesondere aufgrund der engen
wirtschaftlichen und politischen deutsch-türkischen Beziehungen (intensiver
Waffenhandel, Verbotsverfahren gegen kurdische Organisationen, Zeitungen und
Fernsehsender in Deutschland) ist eine Auseinandersetzung mit der Kurdenfrage
auch bei uns wichtig. Die kurdische Bewegung hat in den letzten Jahren
strukturelle und politische Veränderungen eingeleitet und neue Perspektiven wie
den basisdemokratischen Konförderalismus entwickelt. Bis heute werden den
Kurd_innen fundamentale demokratische Rechte vorenthalten. Im Seminar wollen
wir von unseren Erfahrungen und Eindrücken auf dem Camp und dem Mesopotamischen
Sozialforum und einer anschliessenden Deligation berichten und von neuen
Perspektiven internationaler Solidarität, die sich dadurch eröffnen.
veranstaltet von: Nicole und Sara
12.00-14.00 Uhr "Theorie - Praxis - Verhältnis/Problem"
Raum: 25/134 (Silberlaube)
Darin wird darauf eingegangen, wie Studenten in Diplomstudiengängen (früher)
und in Bachelorstudiengängen (heute) anhand von Theorien auf die Praxis im
Beruf vorbereitet werden oder eben auch nicht.
veranstaltet von: Prof. em. Kappeler TU Berlin in Sozialpädagogik
12.00-14.00 Uhr "Strukturelle Diskriminierung an Universitäten und Schulen"
Raum: Vorraum HS 1a (Sofaecke, Silberlaube)
Wie werden Menschen an Universitäten und Schulen strukturell diskriminiert,
wie kann dem entgegnet werden und welche Perspektiven bieten sich für einen
emanzipatorischen Umgang.
veranstaltet von: Villa-BEL Initiative (studentische Aneignung an der TU Berlin)
14.00-16.00 Uhr "Fighting Racism in Our Spaces“
Raum (NEU!): L116 (Seminarzentrum)
Der AK Uni-Watch wurde vor dem Hintergrund eines rassistischen Übergriffes
im vergangenen Sommersemester von Studentinnen der FU und HU gegründet, um in
Zukunft solche Vorfälle nicht unkommentiert zu lassen und Betroffenen
Unterstützung anzubieten. Seitdem hat der AK diverse Aktionen gegen den
Rassismus in akademischen Räumen organisiert, unter anderem eine
Unterschriftenkampagne gegen das N-Wort sowie die Open-Space-Veranstaltung
„Let's Act! Transforming ourselves, transforming spaces”.
Nachdem sich der AK vorgestellt hat, wollen wir gemeinsam mit den
TeilnehmerInnen des Workshops unsere Erfahrungen austauschen und
Handlungsstrategien gegen den alltäglichen sowie strukturellen Rassismus an
der Universität erarbeiten.
Interessierte sind eingeladen, sich später weiterhin aktiv im AK zu engagieren.
veranstaltet von: AK Uni-Watch
14.00-16.00 Uhr Workshop No Justice – No Peace!
Raum: L 115 (Seminarzentrum)
Sobald Menschen in unserer Gesellschaft gegen die bestehenden Verhältnisse
ihren Protest artikulieren, lässt die staatliche Repression nicht lange auf
sich warten. Das ist beim Bildungsstreik nicht grundsätzlich anders als bei
anderen politischen Auseinandersetzungen. Los geht so was schon mit dem Stress
der Uni-Verwaltung beim Besetzen von Hörsälen oder der Disziplinierung der
Studierenden mittels Anwesenheitslisten, es setzt sich fort in polizeilichen
Schikanen und Gewalt bei Aktionen und Demonstrationen und kann schließlich bis
hin zu Festnahmen und Strafverfahren vor Gericht führen. Um solchen Situationen
nicht unvorbereitet gegenüber zu stehen, veranstalten die Kritischen
Jurist_innen einen Workshop zum Umgang mit staatlicher Repression. In dem
Workshop wollen wir euch zum einen die wichtigsten rechtlichen und praktischen
Tipps zum Umgang mit staatlicher Repression vorstellen. Außerdem wollen wir
gemeinsam über kreative Konzepte und Gegenstrategien im Rahmen der
Bildungsstreik-Proteste diskutieren.
veranstaltet von: Kritische Jurist_innen (www.rechtskritik.de)
14.00-16.00 Uhr Organizing – Frischer Wind für Gewerkschaften?
Raum: Ihnestr. 21 E
Organizing ist eine Methode zur Erneuerung von Gewerkschaften, bei der statt
Repräsentation Aktivierung und Organisierung an der Basis im Mittelpunkt steht
und die seit längerem in den USA und seit kurzem auch hierzulande erfolgreich
angewandt wird. Max Bitzer, Organiziner bei Ver.di, wird von seinen Erfahrungen
berichten und die Methoden des Organizings vorstellen. Können wir von diese
Methoden auch z.B. für den Bildungsstreik lernen?
mit: Max Bitzer (Verdi)
15.00 Uhr "Historischer Campusrundgang"
Ort: Start vor dem Friedrich-Meinecke-Institut (Koserstr. 20)
Wolfgang Wippermann nimmt euch mit zu den Dahlemer Erinnerungsorten. Geschichte
und Geschichten des Campus, seiner Gebäude und von den Menschen die diesen
prägten, werden auf dem Rundgang präsentiert.
mit: Prof. Wippermann, organisiert von der FSI Geschichte
16.00-18.00 Uhr "Islamophobie - der neue Rassismus?"
Raum: HS 1a (Silberlaube)
Seit dem elften September haben Vorurteile gegen Muslim_innen Konjunktur.
Spiegel, Stern, Springer und Co. verbreiten das Bild einer rückschrittlichen,
unaufgeklärten Kultur. In der Debatte um die jüngsten Äußerungen von Sarrazin
zeigen sich rassistische Positionen als gesellschaftsfähig. Wie gefährlich
sind diese Vorurteile, woher kommen sie und was können wir dagegen tun?
Als Referentinnen sind angefragt:
Zentrum für Antisemitismusforschung N.N.
muslimische Konvertitin N.N.
veranstaltet von: Die Linke.SDS
16.00-18.00 Uhr ver.di Organizing Studierende! Kampagne
Raum: Vorraum HS 1a (Sofaecke)
Wir haben uns beim letzten Treffen mit Kriterien für eine Auswahl von
Zielbetrieben/branchen beschäftigt und auch erste „Namen“ diskutiert. Wer
selber einen Zielbetrieb vorschlagen will, kann es gerne tun. Wir wollen allen
Interessierten unser Projekt vorstellen und mit erfahrenen ver.di Organizern
gemeinsam den Film „ toolbox organizing“ schauen und Praxiserfahrungen
austauschen. Schließlich werden wir mit euch gemeinsam „den“ Zielbetrieb
diskutieren und eine Prioritätenliste erstellen.
veranstaltet von: André Pollmann (Verdi)
18.00-19.30 Uhr (Anti-)Diskriminierender Sprachgebrauch
Raum: John-F.-Kennedy-Institut (Lansstr. 7-9), Raum 340
Vortrag von und Diskussion mit Evelyn Hayn vom Nordeuropainstitut der HU.
18:30 Uhr Podiumsdiskussion "Kein Plan in Afghanistan?"- Wie weiter mit dem Afghanistan-Einsatz der Bundeswehr?
Raum: HS 1a (Silberlaube)
Der Bundeswehreinsatz in Afghanistan fordert einen immer höheren Tribut. Die
steigenden Opferzahlen unter deutschen SoldatInnen sowie afghanischen
ZivilistInnen heizen die Diskussion in Deutschland immer weiter an. Viele
Stimmen verlangen mittlerweile den sofortigen Abzug der Truppen. Doch ein
einheitliches Konzept für den Abzug haben die EinsatzgegnerInnen nicht. Aber
auch BefürworterInnen einer Verlängerung des Einsatzes reden lediglich vom
"Strategiewechsel".
Konkrete Vorschläge für ein weiteres Vorgehen wollen wir darum mit Podium und
Publikum diskutieren und unsere Richtungsempfehlung für den Bundestagsbeschluss
in der selben Woche formulieren.
Mit: Hans Christian Ströbele, Bundestagsabgeordneter Bündnis 90/Die Grünen
Christine Buchholz, Bundestagsabgeordnete der Partei Die Linke
Mechthild Exo, Friedens und Konfliktforscherin
Sabour Zamani, Afghanisches Kommunikations- und Kulturzentrum e.V.
veranstaltet von: AG Bildungsgipfel
